Schlussrunde Bündnermeisterschaften

Am Sonntag, 19. März 2017, fand in Schiers die Schlussrunde der Bündnermeisterschaft im Indiaca statt. Diese wurde in der Dreifachturnhalle in Schiers ausgetragen. In der Kategorie Damen ,,offen’’ spielten in diesem Jahr nur drei Mannschaften, wobei dies keines Falls dazu führte, dass es in der letzten BM-Runde nicht spannend blieb. Bei der Kategorie 40+ kämpften jedoch sechs Mannschaften um den Tagessieg, wobei zwei Mannschaften (DTV Lachen und DR Wägital) in der Endabrechnung ausser Konkurrenz lagen, da sie nicht aus dem Bündnerland stammen.

 

Kategorie Damen ,,offen’’

Bei der Kategorie Damen ,,offen’’ hiess es nun alles oder nichts. Die Damen aus Schiers hatten sich gut auf die letzte Schlussrunde vorbereitet. Als Heimmannschaft, und vor allem vor Heimpublikum, mussten sie nun unter Beweis stellen, dass sie dem ,,Heimdruck’’ gewachsen sind und wollten dies nun zeigen. Die anderen beiden Mannschaften, FTV Grüsch 1 und FTV Grüsch 2, waren sehr gute Gegner und es konnte ein super Turnier erwartet werden. Die Matches begannen, es konnten den ganzen Tag über schöne, schnelle und vor allem spannende Spiele verfolgt werden. Die Damen Schiers spielten konstant gut und konnten so 10 von 12 Sätzen gewinnen. Auch die beiden Mannschaften aus Grüsch spielten, mit wenigen Ausnahmen, gute Matches. So reichte es den Damen aus Schiers zum 3 Gesamtschlussrang, wobei es in der Kategorie Damen ,,offen’’ den Sieg bedeutete. Grüsch 2 plazierte sich, mit nur einem Satzpunkt weniger, auf Schlussrang 4 und Grüsch 1 auf Schlussrang 7.

 

Kategorie 40+

Auch in der Kategorie 40+ war von Anfang an für grosse Spannung gesorgt. Die klaren Favoriten in diesem Jahr war das Indiacateam aus Samedan, welches das ganze Jahr über sehr konstant und mit viel Tempo spielte. Mit einem Blitzstart in den letzten Turniertag gewannen die Samadner Frauen ihr erstes Spiel gegen Schiers Sassauna mit 25/18 und 25/12. Sehr konstant und sehr entschlossen gewann das Team Samedan einen Satz nach dem anderen und distanzierten alle Mannschaften im Schlussklassement mit mindestens 6 Satzpunkten oder mehr. Auch die Frauen vom DTV Klosters gewannen einige Sätze, wobei sie einen einzigen, aber sehr wichtigen Satz an das Team Samedan verloren haben. So wurde es für das Schlussklassement nochmals sehr spannend. Auch alle anderen Mannschaften spielten auf einem sehr hohen Niveau.

 

So hiess es am Schluss: Bündnermeister Indiaca 2017 in der Kategorie 40+: TV Samedan. Auf dem zweiten Platz klassierten sich die Frauen aus Klosters, welche sich auch in diesem Jahr wieder von der besten Seite zeigen konnten. Auf dem dritten Rang klassierten sich die Spielerinnen des FTV Schiers Damen, die zudem den Bündnermeistertitel in der Kategorie Damen ,,offen’’ für sich entscheiden konnten. Auch die beiden 40+ Teams aus Schiers zeigten gute Leistungen und konnten sich am Schluss über die Plätze 5 und 6 freuen.

 

Dank diesen guten Leistungen konnten sich folgende Teams für die Schweizermeisterschaften, welche am 20./21. Mai in Langenthal/BE stattfinden wird, qualifizieren:

 

Damen ,,offen’’: FTV Schiers Damen und FTV Grüsch 2

Damen 40+: TV Samedan und DTV Klosters

 

Legende Gesamt:

  • 1. Rang TV Samedan
  • 2. Rang DTV Klosters
  • 3. Rang FTV Schiers Damen

 

Für den FTV Schiers Bianca Frey Aktuarin


Indiaca Damen des TV Samedan auf Reise

Kürzlich waren die Indiaca Damen des Turnverein Samedan auf Reisen. Nach der erfolgreichen Saison, die mit dem Bündnermeistertitel ihren Höhepunkt fand, trafen sich die zehn Sportlerinnen  am Donnerstagabend und fuhren mit der kleinen Roten bis nach Chur und dann mit der SBB weiter nach Zürich, wo übernachtet wurde. Am Freitagmorgen kurz vor acht  hob das Flugzeug Richtung Hansestadt Hamburg ab, wo sie bereits um neun Uhr ankamen.

Nach dem Zimmerbezug brachte die Metro die aufgestellte Truppe  zum grössten Seehafens Deutschlands, dem Elbe Hafen. Bei einer Rundfahrt per Schiff machte sich grosses Staunen ob der gigantischen Containerschiffe breit. Sogar das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt, die Queen Mary II war vor Ort. 

Bei strahlender Sonne und heissen Temperaturen war am Nachmittag eine Stadtbesichtigung im doppelstöckigen roten Bus auf dem Programm.  Viele sehr interessante Informationen der Tourbegleiterin gaben den Engadinerinnen einen kleinen Überblick über die mit 1,8 Millionen Einwohnern zweitgrösste Stadt Deutschlands.  

Abends dann als grosse Überraschung, der Besuch des Musicals Lion King welches das Publikum seit 12 Jahren im Hafentheater verzaubert.

Am Samstagvormittag stand der Besuch der Sankt Michaeliskirche, genannt „Michel“, auf dem Programm. Die evangelische Hauptkirche ist die bekannteste Kirche Hamburgs und ein Wahrzeichen der Hansestadt, da sie für Seeleute auf einlaufenden Schiffen gut sichtbar ist. Sie gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und ist dem Erzengel Michael geweiht, der als grosse Bronzestatue über dem Hauptportal steht. Er ist als Sieger im Kampf über Satan dargestellt.

Am Nachmittag durften die Damen endlich die langersehnte Einkaufsstrasse in der Innenstadt Hamburgs unsicher machen. Einige Euros flossen dabei in die Ladenkassen.

Abends der Besuch der Reeperbahn, welcher für die meisten Engadinerinnen ein Kulturschock war. Einheimische und Touristen gleichermassen besuchen  das bekannteste Ausgehviertel der Stadt. Leuchtende Schriftzüge blinken um die Wette, die angesagten Clubs öffnen und Pubs locken mit Live-Musik. Je später  der Abend, desto voller die Strassen und ausgelassener die Menschen.  Vergeblich versuchten die Damen auch noch die Herbertstrasse zu besuchen, welche jedoch der Herrenwelt vorbehalten ist. 

Am Sonntagmorgen war bereits um 6.30 Uhr Abfahrt Richtung Fischmarkt. Wer zum allerersten Mal nach Hamburg kommt, für den steht ein frühes Aufstehen am Sonntagmorgen mit auf dem Programm. Denn dann ist wieder Fischmarktzeit am Hamburger Hafen. Jeden Sonntag von 5 bis 9.30 Uhr bekommt man hier die geballte Ladung nordischer Lebensart ab. Lautstarke Beschallung von allen Seiten. 

Leider musste gegen Mittag bereits wieder der Rückflug angetreten werden. Müde und vollgestopft mit neuen Eindrücken kamen die Indiaca-Damen pünktlich am Abend wieder in Samedan an. 

Bericht und Foto: Doris Hunger